Sie sind hier: Schützenbruderschaft / Die Formationen / Fahnenschwenker Gruppe
Freitag, 24-11-2017
Anzeigen:
Albertus Apotheke | Arzneimittel
Stefan Golißa, Dachdeckermeister - Gebäudeenergieberater
Blumen Matthiessen | Moderne Floristik
Dachdecker Förster Lohausen
Gasthaus Schnuff II Lohausen
Reiss / Voß / Kollegen, Steuerberatungsgesellschaft mbH

Fahnenschwenker

Historie

Historie

Das Spiel mit dem flatternden Fähnlein, in Düsseldorf volkstümlich Fahnenschwenken genannt, ist ein beliebtes Brauchtum der Schützen, gibt es doch Gelegenheit zur Entfaltung von Kraft und Geschicklichkeit.

Es treten bei dem Schwenken der Fahne zur Musik prächtige Bilder zu Tage. Wir sehen den Schwenkfähnrich während des Marsches seine Kunst übend, dann auch bei festlichen Anlässen, zur Huldigung vor einer besonders hervorzuhebenden Person oder einem Paare, auftretend. Der Schwenkfähnrich ist einmal also ein dekoratives, gern gesehenes Element des Schützenauges und weiterhin, wenn er sein Spiel beim Höhepunkt eines Festes vonstatten gehen lässt, Mittel zum Ausdruck besonderer Wertschätzung.

Es sind also zwei Arten des Fahnenspiels, denen wir begegnen: das Führen der Schwenkfahne während des Marsches und das feierlich gemessene Fahnenspiel auf der Stelle, inmitten eines Kreises von Zuschauern, zur Betonung eines besonderes feierlichen Augenblicks. Diese beiden Arten, ungeachtet das in ihnen die gleichen Bewegungen wiederkehren, sind Ausläufer verschiedener Entwicklungen.

Die Fahne, soweit uns bekannt, auf das Berillum der römischen Legion zurückgehend, wurde von jeher zur Erteilung von Signalen benutzt, welche das Verhalten und Bewegen der Soldaten ankündigten und dirigierten. Jeder Fähnrich musste bestimmte Bewegungen mit der Fahne ausführen können. Dies führte zu dem Fahnenspiel während des Marsches. Aus ihm heraus kam es zur Entstehung des Tambour-Majors, der mit seinem Stock die Zeichen für Beginn und Ende eines Musikstückes angibt und ihn auch, wirbelnd und drehend benutzt, um einen Abmarsch, das Einschlagen einer anderen Richtung und ähnliches anzuzeigen.

Besonders ausgebildet trat das Fahnenspiel aus dem Marsche bei den Landsknechten auf. Es gibt viele Darstellungen von Schwenkfähnrichen des Mittelalters, meist Landsknechten. Aber auch auf Abbildungen von Schützengesellschaften dieser Zeit ist der Schwenkfähnrich zu finden. Die Fahnen waren verhältnismäßig lang und breit. Dem Fähnrich blieb zur Führung der langen Stoffbahn nur ein kurzer Griff am Fahnenstock. Beschreibungen und Lehren der Kunst des Fahnenspiels sind u. a. von 1615 und 1697 auf uns gekommen. Deutscher, italienischer, französischer und spanischer Brauch wurden gelehrt und ausgeübt: gefordert wurden "Ober- und Unterhiebe, Vassaden, Stockaden, Kavaden, Rosenbrecher", es sind Fachausdrücke, welche anzeigen, wie die Fahne zu handhaben ist und wie das Fahnentuch fliegen und sich bewegen soll, ob es "Wasserwellen" bilden soll usw.

Zu dem Fahnenspiel führte der Fähnrich noch Bewegungen aus, die seine Geschicklichkeit in das besondere Licht stellten. Er drehte die Fahne um den Kopf, warf sie von einer Hand in die andere, brachte sie auf den Rücken, führte sie durch die Beine oder fing die in die Luft geschleuderte Fahne wieder auf. Nach 1700 wandelte sich bei den Heeren der marschierende Schwenkfähnrich zum Tambour-Major um. Bei den Schützen, den Sebastianern, wurde das Brauchtum des Fahnenspiels weiter gepflegt. Es waren hier auch der andren Art des Fahnenspiels, dem auf der Stelle ausgeübten, mancherorts religiöse Momente unterlegt, die seiner Abschaffung oder Wandlung Widerstand entgegensetzten. Das Fahnenspiel der Schützen wird bis auf wenige Ausnahmen mit einer Fahne ausgeführt, welche das Bild des bekannten Schützenpatrons, des hl. Sebastianus trägt. Es wird in mündlicher Überlieferung von Generation zu Generation übertragen und an bestimmten Orten, in bestimmten Korporationen, gelehrt und gepflegt. Im Düsseldorfer Gebiet ist die Dorfschaft Hamm Träger dieser Überlieferung. Die Hammer Sebastianus-Bruderschaft kann als eine Pflegestätte der Kunst des Schwenkfähnrichs angesehen werden. Die in Hamm geübte besondere Eigenart des Fahnenspiels ist für unser Gebiet typisch. Jahrhunderte hat sich in Hamm das Amt des Schwenkfähnrichs in der Familie Hansen vom Vater auf den Sohn vererbt. Eine in den Jahren des ersten Weltkrieges verlorengegangene Überlieferung führte bei einem Sebastianer-Verein des Düsseldorfer Gebietes das Fahnenschwenken auf die Symbolisierung der Fesselung des hl. Sebastianus zurück und beschrieb die verschiedenen Phasen des Fahnenspiels unter diesem Gesichtspunkt. Hier sind wir an der Spur, die zur Entstehungsgeschichte der zweiten Art des Fahnenspiels führt, des auf der Stelle gezeigten. Es hat mit dem auf dem Marsch geübten nichts gemein, ist viel mehr reines Ausdrucksspiel, will pantomimisch wirken. Die durch diese Art des Fahnenspiels an den Tag gelegte Form der Huldigung oder Reverenz ist ein in der Zeit des ausklingenden Mittelalters hineingebrachtes Moment. Es ist gerade diese Art des Fahnenspiels überaus interessant, da wir hier an den Ursprüngen des Volkstümlichen an sich uns befinden.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Die Fahnenschwenker Gruppe
Die Fahnenschwenker Gruppe

Stehend v.l.n.r.:
Sitzend v.l.n.r.:

Video

Fahnenschwenkershow 2011 | Fluch der Karibik

Flash ist Pflicht!
Super Choreografie, Gänsehaut pur

Homepage

Homepage

Zur Webseite der Fahnenschwenker Gruppe
Zur Webseite der Fahnenschwenker Gruppe

Die Homepage der Fahnenschwenker Gruppe

Kontaktdaten

Kontaktdaten / Ansprechpartner

Vorsitzender: Andreas Rütters
Geschäftsführer: Klaus Hoberg
Schriftführerin: Klaus Hoberg
Kassiererin: Marcella Mayer

Stammlokal:

Zum Emailformular